Auf Wiedersehen 2025 – und warum wir mit so viel Vorfreude auf 2026 schauen.

Manchmal sind es ausgerechnet die Dinge, die man wirklich nicht braucht, die einem zeigen, was ein Haus im Innersten zusammenhält. Der Wasserrohrbruch in unserer Küche Ende des letzten Jahres zum Beispiel. Den will man natürlich nicht – und schon gar nicht, wenn Gäste im Haus sind. Aber genau dann zeigt sich, wie gut ein Team funktioniert. Was am Ende stehen bleibt, sind nicht diese Stolpersteine – sondern das, was wir gemeinsam geschafft haben: mit unseren Teams, die in jeder Abteilung mitdenken, anpacken und vorausfühlen. Und mit Gästen, die uns mit so viel Wertschätzung und Empathie begegnen, dass es sich oft nicht nach Arbeit anfühlt, sondern nach einem Miteinander. Genau das ist die eigentliche Geschichte dieses Jahres.

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Winterstart: Neues Gesicht, vertraute Seele

Der Jahresauftakt war geprägt von Bewegung, denn wir haben unsere übliche Schließphase im Januar für eine Renovierung genutzt – frische Ideen und das Gefühl, dass sich etwas sichtbar weiterentwickelt, ohne die Seele des Ortes zu verlieren. Mit der neuen Terrasse, der Renovierung unseres Dünenzimmers Gret Palucca und vielen kleinen Handgriffen im Haus haben wir gleich zu Beginn die Weichen gestellt: für mehr Leichtigkeit, mehr Genuss und noch mehr „Ankommen“.


Im Frühjahr haben wir gleich richtig Gas gegeben. Glanzvoller Auftakt des kalten Februars (das Wattenmeer war seit Langem mal wieder zugefroren) waren die King Classics und die Rückkehr auf Zeit von Johannes King – ein ganz besonderer und emotionaler Moment.
Mit der höchsten Bewertung, nämlich 5Fs im Feinschmecker Magazin, gab es die erste große Auszeichnung des Jahres, und dann haben wir mit vinophilen und kulinarischen Schwergewichten unsere Eventsaison würdig eingeläutet. Mit unserer ganz besonderen Verkostung der raren Weine aus der Domaine de la Romanée Conti haben wir Weinliebhabern eine einmalige Chance geboten, die in Erinnerung bleibt, weil sie nicht nur selten war, sondern weil sie geteilt wurde: am Tisch, im Gespräch, im Staunen. Und auch das 4Hands Dinner mit dem großartigen Drei-Sterne-Koch Edip Sigl und Weinikone Klaus Peter Keller war ein fulminanter Erfolg und eine riesige Freude.


Und weil wir die Düne auch mal verlassen, um Inspiration zu finden, sind wir gemeinsam nach Kopenhagen gereist, um dort im berühmten Jordnær nicht nur den Genuss zu feiern, sondern vor allem unser Team, das diese Art des Dankeschöns besonders verdient hat. Übrigens: Wer da noch nicht war – ein beeindruckender Kollege.

Frühling & Frühsommer: Wenn der Garten spricht

Wenn der Garten langsam aus dem Winterschlaf erwacht, verändert sich alles. Licht, Rhythmus, Stimmung – und plötzlich fühlt sich selbst ein ganz normaler Tag nach Urlaub an. Mit großer Energie haben wir die ersten Frühlingstage genutzt: Terrassenmöbel aufbereitet, ein leichtes neues Menü für Sie kreiert, jede Menge Kochkurse entwickelt und den ersten zarten Rosenknospen beim Wachsen zugeschaut. Diese Zeit ist immer besonders aufregend, weil die Vorfreude auf Licht und Leichtes so groß ist.


Und dann gab es diese Tage, an denen man kurz innehielt und merkte: Das, was wir tun, wird gesehen. Wir sind das Gourmethotel des Jahres (Falstaff Gourmet Guide 2025) geworden, und es gab eine Auszeichnung in den „101 Best Hotels DACH“. Was für eine schöne Belohnung, die uns viel Energie gegeben hat.
Und vielleicht haben Sie es schon gesehen – nicht nur die neue Ausgabe unseres Hausmagazins “Lounge” ist erschienen, sondern wir haben unseren eigenen Bänkchen-Champagner entwickelt, mit einem unverkennbaren Bild unseres Lieblingsplatzes. Das Lächeln unserer Gäste, wenn wir die Flasche öffnen, ist einfach zu schön.

Sommer: Hochsaison – und die Kunst, es persönlich zu halten

Der Sommer war voll. Hotel, Restaurant, Wohnzimmer, Frühstück, Ausflüge – diese Wochen, in denen alles gleichzeitig passiert und genau deshalb nur funktioniert, wenn jeder Handgriff sitzt. Und das Team zusammenhält.
Unser Quid pro Quo war einer der ersten großen Herzmomente des Frühsommers – Rosenblüten sammeln und die Ernte im Anschluss mit einem gemeinsamen Essen feiern. Jedes Jahr freue ich mich ganz besonders darauf, und dann weiß ich: Die warmen Tage sind nah. Auch auf den Salzwiesen geht das Leben los – es grünt und wächst, und dieses geschützte Kleinod fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Unser Garten in Keitum – was für eine Augenweide und auch irgendwie berührend, dieses stetige Wachstum zu beobachten und die erste Ernte einzusammeln.


Wir haben Pfingsten gefeiert, ein sehr spannendes Team-Kaviar-Tasting (damit wir Sie allerbestens beraten können) absolviert, Porzellan- und Glas Designerin Stefanie Hering aus Berlin war bei uns und im Juni haben wir mit unserem großen Jubiläums-Event im Sylter Aquarium, jeder Menge Seafood, Oldtimern und Livemusik 25 Jahre Söl’ring Hof gefeiert – was für ein Fest, das wir noch lang im Herzen tragen werden.Außerdem war Master Sommelier Hendrik Thoma mit seiner zauberhaften Frau Bianca bei uns, um uns in seine Welt zu entführen.
Zwei kleine Highlights außerdem am Rande: Media-Momente, die plötzlich viele Blicke auf Sylt lenkten – RTL Punkt 12 war zu Gast. Schön, wenn die Kamera kommt. Entscheidend ist, was bleibt, wenn sie wieder geht: das Gefühl, dass wir trotz Hochbetrieb persönlich bleiben. Und wir hatten Besuch von einer Reihe internationaler Journalisten – was für eine Freude, wenn das, was wir tun, auch von kundigen Experten aus dem Ausland so gefeiert wird.

Herbst: Sterne, Kinderlachen und echtes Leben
Winterlandschaft Sylt | Söl'ring Hof

Im September wurde sichtbar, was uns seit Jahren kulinarisch antreibt: die zwei Michelin-Sterne – als Plakette sichtbar und als sichtbares Zeichen des Niveaus, das wir uns jeden Tag erarbeiten, um es an Sie weiterzutragen. Und dann Oktober: JRE – so viele Kinder gab es dort noch nie – was soll man sagen: Wir werden alle erwachsen. Es sind genau diese Tage, die zeigen, dass Genuss nicht steif sein muss und dass wir als Kollegen alle im selben Boot sitzen. Lebendig. Laut. Herzlich. Mitten im Leben. Ich habe das sehr genossen.
Der November – das gebe ich zu – war wirklich wild. So viele Reisen, Koffer auf, Koffer zu. Und so viele inspirierende Gespräche, wozu natürlich unser Besuch im Deutschen Bundestag gehörte. Direkt als Stimme an die Politik treten zu können, ist nicht nur spannend, sondern gibt einem das Gefühl, etwas tun zu können. Außerdem haben wir mit dem Island Food Festival die Insel gefeiert, mit lieben Kollegen (unser gefeiertes 4Hands Dinner mit Tobias Bätz). Unsere Patissière Luise gehört nun zu den 50 Besten ihrer Zunft in der DACH-Region, und ja – wir hatten den ersten Schnee. Und haben das richtig gefeiert. Denn die Insel sieht dann ganz besonders friedlich aus.

Vorweihnachtszeit: Wild, Würze, Wärme

Im November und Dezember wurde es kulinarisch wieder kräftiger und festlicher: Mit unseren Wild- und Weihnachtskochkursen, ganz besonderen Abenden, einer sehr schönen privaten Hochzeit und unserer Team-Weihnachtsfeier am 3. Advent. Diese Zeit hat ihren ganz eigenen Klang: mehr Kerzen, noch mehr Geschichten und diese wunderschöne Stimmung, in der man Resümee zieht und dankbar ist für das, was man geschafft und noch vorhat.

Der wichtigste Erfolg ist der nach innen

Nach außen kann ein Jahr sehr glänzen. Aber viel wichtiger ist der Erfolg nach innen: Wenn man zurückschaut und merkt, dass man gewachsen ist. Dass man gute Momente gesammelt hat. Dass man auch mal schmunzeln kann. Und dass man – trotz allem, was die Welt manchmal schwer macht – gesund und lebensfroh ist, Freude hat an dem, was man tut, und so viel Schönes zurückbekommt – vor allem von Ihnen, die Sie uns so treu begleiten.
Gesundheit und Lebensfreude stehen über allem. Das wünschen wir unseren Gästen. Und das wünschen wir jedem einzelnen Menschen in unseren Teams – und ihren Familien.

Ausblick 2026: Klassiker, neue Facetten – und ein turbulenter Start

Und ja: 2026 ist bei uns bereits fest eingetütet. Wir sind gut in der Zeit, wir haben geplant, geschliffen, kuratiert. Es gibt Klassiker, die unsere Gäste lieben – und neue Veranstaltungen, bei denen wir glauben, dass wir ganz neue Facetten vom Söl’ring Hof zeigen können: geschmacklich und auch atmosphärisch.


Das erste Quartal startet direkt turbulent – deshalb wird auch unser Newsletter ein bisschen länger. Weil es viele einmalige Events gibt, die nicht wiederkommen. Und weil wir mit Feuer, Freude und viel Lust auf das Neue in dieses Jahr gehen.
Zum Schluss bleibt nur eins: Wir sagen Danke. Für Treue, Loyalität, Wertschätzung, Feedback – und für das Vertrauen, das Sie uns schenken und das uns das Gefühl von Familie schenkt. Wir freuen uns auf alles, was kommt. Und mit Ihnen auf die nächsten 25 Jahre Söl’ring Hof. Bleiben Sie gesund und munter und feiern Sie das Leben!


Herzlichst, Ihr Jan-Philipp Berner und das ganze Söl’ring Hof Team