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Das Söl'ring Hof Team

Totsiens Sylt en dagsê Suid-Afrika! Küchenchef Jan-Philipp Berner und unsere Nachwuchsköche Lukas Maas und Jan-August Fehling sind seit dem 12. Februar auf hochkarätiger Mission in Kapstadt und Paarl unterwegs.

Bei der zweiten “Söl’ring Hof Pop-up”-Runde stehen nicht nur exklusive Dinnerabende mit Benguela Diamonds im Ellerman House und in der La Grapperia auf der Spice Route sowie das Constantia Festival auf dem Plan, sondern auch das Entdecken neuer Kulturen und Köstlichkeiten.

Welche Produkte die drei bisher am meisten begeistert haben, was ihre bisherigen Highlights waren und welche Erfahrungen sie mit nach Hause nehmen, verraten sie hier.

Welches Erlebnis wird dir noch lange in Erinnerung bleiben?

Lukas: Mein persönliches Highlight war der Besuch der The Test Kitchen an einem unserer freien Abende. Wir haben wirklich spannende Sachen probiert, die man so noch nicht gesehen hat. Ein sehr ausgefallenes Konzept!

Jan-August: Die Test Kitchen fand ich auch großartig! Aber wir haben auch viele andere tolle, kleine Restaurant entdecken dürfen. Mit gefallen die unterschiedlichen scharf-würzigen Variationen und der frische Fisch hier unten.

Jan-Philipp: Ich hatte tatsächlich schon mehrere Highlights. Was mich zum einen sehr begeistert hat, ist, dass die Umsetzung des Projekts “Benguela Diamonds” so reibungslos funktioniert – angesichts der Tatsache, dass wir das Menü bei meinen letzten Aufenthalt im Oktober ja mehr oder weniger nur in der Theorie geprobt hatten. Es ist toll zu sehen, wie gut das Konzept bei den Gästen hier ankommt. Und das wir als Team so gut funktionieren. Wir haben hier die Möglichkeit, uns mal “auf neutralem Boden” kennenzulernen und austauschen – das finde ich immer toll bei solchen Projekten.  

Ein weiterer Höhepunkt war der zweite Dinnerabend im Ellerman House. Der war eigentlich nicht geplant und ergab sich spontan, als wir festgestellt haben, wie gut alles läuft. Zu diesem Anlass hatten wir kurzfristig einen kleinen Rundruf bei Facebook gestartet und Freunde und Liebhaber des Söl’ring Hof, die aktuell hier in Südafrika unterwegs sind, eingeladen. Am Ende hatten wir in nicht mal 24 Stunden 20 Reservierungen! Schön, so viele bekannte Menschen dabei zu haben, wenn wir Südafrika mit unserer Sylter Mentalität interpretieren.

  Welches Produkt war ein besonderes Geschmackserlebnis für dich?

Lukas: Gestern hatten wir einen beeindruckenden, super frischen Yellowtail von über neun Kilo! Ein richtig schöner Fisch!

Jan-August: Für mich gibt es da viele. Mich begeistert im allgemeinen die Frische der Produkte hier. Und dass es viele Parallelen zur deutschen Produktpalette gibt und zum Beispiel häufig Kürbis und Steinpilze verarbeitet werden.

Jan-Philipp: Definitiv Naartjie. Ich durfte ja nun schon viele südafrikanische Produkte kennenlernen, aber dieses blieb mir am eindrucksvollsten im Gedächtnis. Naartjie ist die perfekte Symbiose von Säure und Süße und quasi schon ein eigenständiges Gericht. Theoretisch würde es reichen, diese Zitrusfrucht zu schälen und im Ganzen zu essen. Aber in Kombination mit Buchu ist es wirklich sensationell. Sowas würde ich mir auch in Europa wünschen.

Was nimmst du von der Zeit in Südafrika mit zurück auf die Düne?

Lukas: Die Organisation hier in Südafrika läuft ganz anders, als bei uns in Deutschland. Es ist eine Menge Spontanität und Flexibilität gefragt, vor allem wenn es um Absprachen mit Händlern geht. Aber auch in der Küche mussten wir uns ein bisschen umstellen – da sind wir doch etwas andere Umstände gewohnt. Auf jeden Fall spannende Herausforderungen, denen wir uns hier stellen mussten.

Jan-August: Ich kann mich Lukas nur anschließen. Die Uhren ticken hier wirklich etwas anders. Aber es ist ganz spannend, auch mal Improvisationstalent beweisen zu müssen (lacht).

Jan-Philipp: Die erneute Erkenntnis, dass die Welt so extrem bunt ist. Südafrika fasziniert mich stets auf’s Neue und lehrt mich immer wieder neue Dinge. Es ist toll zu sehen, dass auch hier unten – tausende Kilometer von Sylt entfernt – Genießer Interesse an unserer Arbeit haben. Das motiviert uns sehr für das bevorstehende Jahr auf der Düne! Und auch wenn ich immer wieder gerne hier bin, freue ich mich dann doch auf unsere strukturierte Arbeitsweise Zuhause.