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Die Wände im Restaurant des Söl’ring Hof zieren nach dem Umbau einige ganz besondere Arbeiten des Sylter Malers Siegward Sprotte. Über die Gemeinsamkeiten von Malerei und Sterneküche und die Verbindung zu Sprotte haben wir mit Gastgeber Jan-Philipp Berner gesprochen. 

Bilder von Siegward Sprotte im Söl'ring Hof

Über Siegward Sprotte (* 1913 in Potsdam; † 2004 in Kampen auf Sylt)
Siegward Sprotte ließ sich nach dem zweiten Weltkrieg auf der Insel nieder und prägte mit seinen “Kampener Ateliergesprächen” das kulturelle Leben Sylts wesentlich. Der Maler war ein Schüler von Emil Orlik in Berlin und schuf Landschaften, die die mitreißende Schönheit seiner Wahlheimat zeigen.

Der Söl’ring Hof in Zusammenarbeit mit Galerie Falkenstern Fine Art präsentiert

Siegward Sprotte

Das Mappenwerk „Gesichter einer Landschaft“

Ab Februar 2022

 

Gastgeber Jan-Philipp Berner im Interview

Eines vorweg, was verbindest du persönlich mit der Kunst von Siegward Sprotte?

JPB: Einiges, aber da muss ich etwas ausholen. Als erstes weiß ich noch ganz genau, dass früher bei Jörg Müller Sprotte Bilder zu sehen waren. Die Kunstwerke von Sprotte zeigen die ganze Dynamik der Insel und haben mich schon damals beeindruckt. Vor einigen Jahren vererbte mir meine Großmutter wunderschöne Bilder des Künstlers. Sie sagte, dass nur ich dafür in Frage käme, denn mit der Rückkehr der Bilder auf die Insel schließe sich dann ein Kreis. Das hat mich sehr berührt und auch gefreut. Seitdem hingen diese Bilder dann bei mir und meiner Familie zu hause. 

Jan-Philipp, im Restaurant des Söl’ring Hof hängen nach dem Umbau Bilder und Zeichnungen Sprottes, wie kam es dazu?

JPB: Als wir den Umbau geplant haben, wollte ich, dass zwei der Bilder in das neue Restaurant kommen, doch da gab es berechtigte Einwände meiner Frau (lacht). 

Ich habe daraufhin Siegward Sprottes Sohn, Armin Sprotte, der die Galerie ​​Falkenstern Fine Art & Atelier Sprotte in Kampen leitet, mein Dilemma geschildert. Er sagte, dass er sich freuen würde, wenn im Söl’ring Hof einige Bilder gezeigt würden. Wir sind natürlich glücklich, dass wir das Thema der Insel, das uns alle beschäftigt und reizt, nun so interessant abbilden können.

“Wir sind natürlich glücklich, dass wir das Thema der Insel, das uns alle beschäftigt und reizt, nun so interessant abbilden können.”

Wie fügen sich diese Bilder nun in den Umbau ein?

JPB: Ich finde das Wichtigste, wenn man etwas Neues macht, ist, dass es am Ende komplett ist. Natürlich geht es um`s Kochen und Essen, aber wir wollen auch ein Interieur schaffen, das unseren Gästen gefällt, das persönlich ist und uns abbildet. 

Die Bilder Siegward Sprottes zeigen die Insel wie durch ein Kaleidoskop, jede Facette ist einzigartig und trotzdem, nur für sich gesehen, auch unauffällig. 

Das Motiv dieser Vielfältigkeit versuchen wir in jedem Menü aufzugreifen. 

Was macht ein Restaurant denn zu einem geeigneten Ort für ein Kunstwerk?

JPB: Wir sind und werden natürlich keine Galerie, aber unser Restaurant ist das Wohnzimmer unserer Gäste. Wie ich finde, gehört zu jedem Ort, der Persönlichkeit hat, Kunst.

“Wie ich finde, gehört zu jedem Ort, der Persönlichkeit hat, Kunst. “

Der Söl’ring Hof hat fünf wesentliche Säulen: Unsere Mitarbeiter – das Herz von allem, unsere Gäste, die Kulinarik & das Vinophile, das Interieur. Wenn es bei einem dieser Punkte hakt, dann wird das Erlebnis kein fantastisches sein.

Glaubst du, es gibt eine starke Verbindung zwischen der Malerei und der Sterneküche? 

JPB: Ich bin der festen Überzeugung, dass Malerei und Kochen wundervolle kreative Berufe sind. Dass gewisse Dinge dann als Kunst interpretiert werden, zeigt Anerkennung, die natürlich Koch und Maler gleichermaßen freuen. Aber es liegt an jedem Einzelnen, wie er das interpretiert, ob aus Handwerk Kunst wird. 

Jan-Philipp, wir danken dir für das Gespräch!

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