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Unsere Überflieger-Azubis im Interview

Drei Jahre Söl’ring Hof, drei Jahre Sylt, drei Jahre im besten Team der Welt. Unsere beiden Azubis Romy Gockel und Jan-Malte Kagel haben ihre Ausbildung mit großem Erfolg abgeschlossen und erzählen uns von ihrem Prüfungs-Menü, dem Arbeiten auf der Düne und warum beide dem Söl’ring Hof erhalten bleiben.

Hallo ihr beiden und Glückwunsch! Nicht nur zur bestandenen Prüfung, sondern auch zu den wirklich hervorragenden Ergebnissen! Erzählt doch mal, wie fing denn alles an?

Romy: Ich bin seit drei Jahren im Söl’ring Hof und für die Ausbildung von Paderborn nach Sylt gezogen. Auf der Düne habe ich dann viele Abteilungen der Küchenbrigade durchlaufen, dabei Pâtisserie, Vorspeisen und ganz zum Schluss war ich Sauciere. Die Pâtisserie  hat mir am besten gefallen, weil Präzision und Kreativität gefragt sind. Auch die Entstehung von Saucen ist spannend: Wie erhält man eine Jus? Wie bekommt man Geschmack in die Saucen? 

Jan-Malte: Ich habe auch am 1.8.2018 angefangen, relativ spontan war das damals. Ich komme aus Lübeck und bin zum Probearbeiten in den Söl’ring Hof gekommen. Ich habe mich nur hier beworben –  für mich war klar: wenn ich eine Ausbildung starte, dann im Söl’ring Hof. Ich hatte hier drei wunderschöne erste Jahre und habe extrem viel gelernt.

Als ich mich vorstellte, sagte ich zu Jan-Philipp: “Ich kann nur Fertignudeln kochen.” und er erwiderte: “Das passt perfekt!”. 

Ich finde, das zeigt, wie gerne hier mit jungen Menschen gearbeitet wird. Es ist nicht wichtig, was du kannst, wenn du beginnst oder woher du kommst. Wichtig ist, was du aus den drei Jahren machst. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausführlich bei Jan-Philipp, Bärbel und Herrn King bedanken. Der Rückhalt, das nimmermüde Erklären und die Präsenz sind einfach außergewöhnlich. Ich habe mich jeden Tag gut aufgehoben gefühlt.

Wie habt ihr denn eure Vorbereitung auf die Prüfung empfunden? Wie hoch war das Stresslevel?

Jan-Malte: Ich bin als Norddeutscher wahrscheinlich eher entspannt, was Prüfungen angeht. Wir haben beide im Betrieb schon viel Verantwortung übertragen bekommen – von daher war die Prüfungssituation für mich ein wenig aufregend, aber nicht stressig. 

Romy: Es war schon ein herausforderndes Programm, allerdings durften wir das Prüfungs-Menü Probe kochen und haben viel Rücksprache mit Jan-Philipp und den anderen Kollegen gehalten. Im Endeffekt hat alles super geklappt. 

Das Menü ist ein gutes Stichwort. Ihr habt beide einen Warenkorb bekommen und musstet aus diesen Zutaten ein Menü konzipieren – was habt ihr denn den Prüfern serviert?

Romy: Als Vorspeise habe ich einen Gemüsesalat aus dem Söl’ring Hof adaptiert, mit Auberginen als Creme und Balsamico-Vinaigrette. Die Schalen habe ich knusprig ausgebacken, um das ganze Produkt verwerten. 

Der Hauptgang war von der Rotzunge, mit einer Art Risotto von der Kartoffel, Weißweinschaum und Kräuterseitlingen. Dazu dünn gehobelter und mit dem Pickelfond überbrühter Kohlrabi – ganz Söl’ring Hof Stil. Das Dessert war ein Mandelparfait mit karamellisierten Mandeln, eingelegter Aprikose und Vanille. 

….und das kam sehr gut an!

Romy: Das kann man so sagen (lacht). Für den praktischen Teil habe ich 100 Punkte, also die höchste Punktzahl erhalten.

Jan-Malte: Ich habe als Vorspeise eine Variation von italienischem Gemüse mit Tomatenessenz, Kräutermousse und gezupftem Rucola-Salat serviert. Als Hauptgang gebratene Rotzungenfilets, mit einer hellen Champagnersauce, glasiertem Bohnengemüse, geröstetem Blumenkohl und Safranrisotto. Den Abschluss bildete ein karamellisiertes Haselnuss-Joghurt-Parfait mit lauwarmer Schokoladensauce und marinierten Mirabellen. 

Wie schwierig war der teilweise fehlende Präsenzunterricht?

Romy: Ganz klar, die Situation war nicht ganz einfach, aber im Rahmen von dem was ging, haben wir es gut hinbekommen. Ich hatte nie den Eindruck, dass etwas besonders fehlt. Dank JP’s Kantine konnten wir auch im Lockdown alles ausprobieren, uns organisieren und hatten Jan-Philipp sogar ganz für uns alleine.

Jan-Malte: Der Online-Unterricht erfordert viel Eigeninitiative, aber nach einiger Zeit hat sich alles eingegroovt. 

Nun bleibt ihr beide im Söl’ring Hof, warum?

Romy: Es war für mich auch vor den Prüfungen klar, dass ich weiterhin im Söl’ring Hof bleiben will, wenn es sich machen lässt. Das Hotel und die innige Liebe zur Insel Sylt bilden dafür das ideale Grundgerüst. Deswegen freue mich schon jetzt auf die neuen Herausforderungen.

Jan-Malte: Erstmal fühle ich mich wirklich wohl auf der Insel, habe hier einen tollen Bekannten- und Freundeskreis. Dazu macht die Arbeit unfassbar viel Spaß, die guten Tage überwiegen einfach immer und das Team an sich ist stark zusammengewachsen. Mit den meisten besteht auch in der Freizeit regelmäßig Kontakt.